Alexander Solschenizyn – Lebe nicht von Lügen

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Eine Lesung von Alexander Solschenizyn’s Text “Lebe nicht von Lügen”.
An dem Tag, an dem Solschenizyn verhaftet wurde, dem 12. Februar 1974, veröffentlichte er den Text von “Lebe nicht von Lügen”. Am nächsten Tag wurde er in den Westen verbannt, wo er wie ein Held empfangen wurde. Solschenizyn setzt “Lügen” mit Ideologie gleich, mit der Illusion, dass die menschliche Natur und die Gesellschaft nach vorgegebenen Spezifikationen umgestaltet werden können. Und in seinem letzten Wort, bevor er sein Heimatland verlässt, fordert er die Sowjetbürger auf, als Individuen nicht mit den Lügen des Regimes zu kooperieren. Selbst die Zaghaftesten können diesen am wenigsten anspruchsvollen Schritt in Richtung geistiger Unabhängigkeit tun. Wenn viele gemeinsam diesen Weg des passiven Widerstands beschreiten, wird das ganze unmenschliche System wanken und zusammenbrechen.

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1 Kommentar

  1. Gerhard

    In meinen ddr-ischen Berufsschuljahren 1967-1969 machten manche meiner Mitschüler Andeutungen über Solschenizyn’s Offenbarungen beruhend auf seiner Literatur, die offiziell im Lande gar nicht erlaubt war. Obwohl ich die nie direkt las, –auch ein spanischer Briefwechsel-Bekannter erwähnte mal „Archipel Gulag”– machte mich das skeptisch und noch wissensdurstiger nach Hintergründigem.

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